Splendid Isolation

 

Mein Plan, im Urlaub dem Internet fernzubleiben, funktioniert soweit, als dass ich keine Nachrichten lese, kein Twitter, kein Instagram, kein Youtube – besonders keine (Firmen-) eMails und auch keine sonstigen Webseiten. Dafür lese ich mittlerweile das zweite Buch.
Aber ich will Euch einen kleinen Reisebericht alle paar Tage nicht vorenthalten. So ganz kappen wir die Verbindung zum world wide web dann doch nicht.

 

Nach dem langen Flug sind wir mit dem Taxi vom Flughafen am späten Sonntag Nachmittag zu unserem Hotel „The Andros Boutique Hotel *****“ im Stadtteil Claremont gefahren. Die alte Villa mit zwei, oder drei Gästehäusern und einem grossen Park mit Pool nimmt etwa einen Häuserblock in dem sehr ruhigen Stadtteil ein. Das hat zwar vermutlich wenig mit dem „eigentlichen“ Kapstadt zu tun, aber grosse Städte sind eh‘ nicht so unser Ding.

Geschafft von der langen Reise und der Klimaumstellung haben wir den ersten Tag erstmal ein paar Stunden am Pool entspannt.

Am späten Nachmittag haben wir uns dann zur Tafelberg Seilbahn fahren lassen – mit einem Uber. Das Uber Geschäftsmodell ist zweifelsohne umstritten, und ob wir da irgendwie versichert sind, kann ich nicht sagen. Aber bequem, schnell und günstig ist es allemal. Einfach auf dem Smartphone eingeben, wo man hinmöchte und den Preisvorschlag annehmen. Keine fünf Minuten später ist ein Wagen vor der Tür, dessen Herannahen man schon auf der Karte im Handy sehen kann. Nach der Fahrt wird automatisch der vorher vereinbarte Betrag von meiner Kreditkarte abgebucht. Wenn man mag, kann man noch aus einer von drei Stufen Trinkgeld auswählen.

Der Tafelberg ist ca. 1000 Meter hoch und Kapstadt selbst liegt am Meer – also bei etwa 0 Metern. Entsprechend toll ist die Aussicht. Du stehst da also auf einem recht soliden Felsen und einen Schritt neben Dir geht‘s 1000 Meter runter. Und Du schaust runter auf die Wolken über der Stadt und den Bergen ringsum. Für die nicht so ganz schwindelfreien unter uns, vielleicht ein bisschen zu steil…

Den Dienstag haben wir dann mit einer Tagestour zum Kap der guten Hoffnung verbracht und vorher die Pinguin Kolonie in Boulders Beach besucht. Wie das Schild dort sagt: „Achtung: Pinguine beissen!“ Ich nehme also an, der Zaun war eher zu unserem Schutz gedacht. Gefährliche kleine Biester, das.
Damit sind dann auch erstmal unsere touristischen must-haves abgehakt. Grosse Städte sind halt einfach nicht so unser Ding.

Heute Mittag haben wir den Mietwagen abgeholt und zum Hotel gefahren (grosse Stadt…) . Linksverkehr, Rechtssteuer, Schaltung links… ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber nichts, was wir nicht schon in Thailand gemacht hätten. Nur diesmal ohne den Schwarm Mopeds um einen herum. Easy!

Morgen geht‘s dann langsam raus in Richtung „Swartberge“ entlang der Route 62. Erster Stopp wird Stellenbosch sein – nur eine Stunde Fahrt von Kapstadt entfernt. In unsrem VW Up. Bin mal gespannt, ob ich Simone‘s Seesack da reinbekomme…

 

LG,

 

Robin & Simone

Entspannung und Tafelberg

 

 

Robben und Pinguine

 

Am Rand der Welt

 

 

P.S., memo to myself:

Alle Fotos sind mit einer 10 Jahre alten Digitalkamera – garantiert nicht „Vollformat“, einem ebenso alten 50mm (und ein paar mit einem 24mm) Objektiv und ohne das neue 4000,- Euro MacBook gemacht worden.
Invest in experiences, not equipment. Don‘t believe the hype!